Teuer ist bei Kaltschaummatratzen nicht immer gut

Von insgesamt 13 geprüften Matratzen schnitt keine besser als «befriedigend» ab, so die von Stiftung Warentest herausgegebene Zeitschrift «test». Vor allem von den besonders teuren Kaltschaummatratzen mit Viskoseschaumauflage zeigten sich die Warentester enttäuscht. Die Auflagen auf den mindestens 700 Euro teuren Matratzen konnten den Liegekomfort nicht verbessern. Im Gegenteil: Schlafende würden förmlich in der Schaumstoffmulde einsinken, bemängelten die Experten.

Die Investition in eine teure Matratze zahlt sich nicht unbedingt aus. Keine von 13 getesteten Kaltschaummatratzen ab 500 Euro habe im Qualitätsurteil besser als “befriedigend” abgeschnitten, berichtete die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift “test”. Die mit 1250 Euro teuerste Matratze im Test erreichte demnach sogar als einzige nur die Note “ausreichend”. Die Tester hatten die Matratzen auf Liegeeigenschaften, Schlafklima, Haltbarkeit, Bezug, Umwelteigenschaften und Handhabung geprüft.

Zwar ermögliche jede einzelne Matratze ein “gutes Schlafklima”, teilten die Warentester mit. Mankos gebe es aber bei den Liegeigenschaften. So erwies sich das Liegen in Seitenlage bei vielen Matratzen als problematisch. Zum Teil war auch die Kontaktfläche zwischen Mensch und Matratze zu groß und schränkte die Bewegungsfreiheit des Liegenden ein.

Laut Test schnitten vor allem die sechs Kaltschaummatratzen mit Viskoseschaumauflage enttäuschend ab, die sich der Körperform exakt anpassen und nicht unter 700 Euro zu bekommen sind. Bei Raumtemperaturen unter 16 Grad sei die Oberfläche dieser Matratzen ungewohnt hart, kritisierten die Tester. Sie kommen zu dem Schluss, dass Viskoseschaumauflagen den Liegekomfort bei den getesteten Matratzen nicht verbesserten. Mängel gab es demnach auch bei der Handhabung schwerer Matratzen.


2 Reaktionen zu
“Teuer ist bei Kaltschaummatratzen nicht immer gut”

  1. reinxen

    schrieb am 29. August 2008 18:33 einen Kommentar.

    In ihrer aktuellen Ausgabe testete das Verbrauchermagazin von Stiftung-Warentest neben vielen anderen Produkten auch Matratzen. Wer glaubt die qualitativen Unterschiede zwischen Matratzen seien nur marginal, der irrt. Macht man sich zudem bewusst, wie viel Zeit wir im Laufe unseres Lebens auf ihnen verbringen, sollte man zu der Schlussfolgerung kommen, dass man beim Kauf einer Matratze nicht sparen sollte. Insgesamt zehn verschiedene Matratzen-Modelle fanden den Weg ins Test-Labor der Stiftung-Warentest, sechs Kaltschaummatratzen ohne Viskoschaumauflage und vier mit. Das Fazit der Redakteure fällt sehr ernüchternd aus, denn keine der Kaltschaummatratzen (ab 500 Euro) schnitt im test-Qualitätsurteil besser als „Befriedigend“ ab.

    Immerhin, der Testsieger, die Hülsta Air Dream 4000, verfehlte das Prädikat „Gut“ nur denkbar knapp (2,6). Laut Test sei sie das einzige Modell mit „guten“ Liegeeigenschaften. Preislich gehört die Hülsta-Matratze allerdings auch zu den etwas teureren Modellen. Rund ein Drittel günstiger ist die zweitplatzierte Malie Samira medicott. Den Stiftung-Warentestern zufolge sei sie die günstigste Matratze im Test. Die Liegeeigenschaften seien zwar nur durchschnittlich, dafür habe die Malie-Matratze die Dauerprüfung gut überstanden und zudem sei der Bezug auch gut verarbeitet.

    Die getesteten Matratzen mit der von vielen Herstellern als High-Tech-Produkt angepriesenen Viskoschaumauflage schnitten durch die Bank nur durchschnittlich ab. Das beste Test-Ergebnis unter ihnen sicherte sich die LaPur Gold von Breckle mit einer glatten 3,0.

    Den kompletten Test plus Testtabelle und Steckbriefen zu den einzelnen Produkten findet man in der aktuellen Ausgabe des Verbrauchermagazins test (9/2008).


  2. reinxen

    schrieb am 21. September 2008 0:26 einen Kommentar.

    Die Investition in eine teure Matratze zahlt sich nicht unbedingt aus. Keine von 13 getesteten Kaltschaummatratzen ab 500 Euro habe im Qualitätsurteil besser als “befriedigend” abgeschnitten, berichtete die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift “test”. Die mit 1250 Euro teuerste Matratze im Test erreichte demnach sogar als einzige nur die Note “ausreichend”. Die Tester hatten die Matratzen auf Liegeeigenschaften, Schlafklima, Haltbarkeit, Bezug, Umwelteigenschaften und Handhabung geprüft.

    Zwar ermögliche jede einzelne Matratze ein “gutes Schlafklima”, teilten die Warentester mit. Mankos gebe es aber bei den Liegeigenschaften. So erwies sich das Liegen in Seitenlage bei vielen Matratzen als problematisch. Zum Teil war auch die Kontaktfläche zwischen Mensch und Matratze zu groß und schränkte die Bewegungsfreiheit des Liegenden ein.

    Laut Test schnitten vor allem die sechs Kaltschaummatratzen mit Viskoseschaumauflage enttäuschend ab, die sich der Körperform exakt anpassen und nicht unter 700 Euro zu bekommen sind. Bei Raumtemperaturen unter 16 Grad sei die Oberfläche dieser Matratzen ungewohnt hart, kritisierten die Tester. Sie kommen zu dem Schluss, dass Viskoseschaumauflagen den Liegekomfort bei den getesteten Matratzen nicht verbesserten. Mängel gab es demnach auch bei der Handhabung schwerer Matratzen.


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