Latex Matratzen

bestehen aus Naturgummi (Latex) mit synthetischen Anteilen zur Stabilisierung. Der Anteil des Naturlatex ist je nach Qualität sehr unterschiedlich und reicht von 0 % (Synthese-Latex) bis zu 100 % Latex. Latexmatratzen werden durch Vulkanisation hergestellt, indem die Latexmischung in eine Stahlform gegossen und anschließend erhitzt wird. Die in die Form eingearbeiteten Heizstifte ergeben nachher die charakteristischen Löcher in der Latexmatratze: der sogenannte Stiftlatex entsteht.

Naturlatexmatratze ist kein geschützter Begriff und kann bewusst irreführend verwendet werden. Lediglich beim Gütesiegel QUL (”Qualitätsverband umweltverträgliche Latexmatratzen e.V.”) besteht eine Sicherheit, dass die Matratze ausschließlich aus Naturlatex gefertigt wurde. Aus Gründen der Haltbarkeit fügen Hersteller vor der Vulkanisation wenigstens 5 % andere Materialien (Konservierungsstoffe, Schäumungsmittel, Vulkanisiermittel und Alterungsschutzmittel) hinzu.

 

Muster einer Polsterung mit Schafschurwolle

 

Muster einer Polsterung mit Schafschurwolle

Der Latexkern, der meist zwischen 10 und 16 cm hoch ist, wird mit einem Drell-, Frottee-, Velours oder (Doppeltuch-)Jerseybezug ummantelt, der seinerseits mit Schafwolle, Baumwolle, PE-Vlies, Viskose, Wildseide oder anderen Materialien versteppt wird. Er sorgt dafür, dass ausreichend Abstand zwischen dem Matratzenkern und dem Körper des Benutzers entsteht, und schafft ein gutes Schlafklima. Außerdem sind Latexmatratzen durch diesen Abstand in der Regel auch für Allergiker unproblematisch. Während Seide und Baumwolle kühl bleiben, wird eine wärmebedürftige Person eher Schafschurwolle bevorzugen. Wer auf Hygiene Wert legt, wird eine bei mindestens 60° waschbare Hülle vorziehen. Hier sind oft Hohlfasern (Polyester) versteppt, die viele Waschvorgänge durchhalten. Latexkerne verfügen meist über Luftröhren (so genannter Stiftlatex) oder Luftkammern (so genannter Kavernenlatex), in denen Luft zirkulieren und eindringende Feuchtigkeit nach außen gelangen kann. Dem menschlichen Körperaufbau entsprechend können durch diese Röhren und Kammern Matratzen in drei bis zu sieben unterschiedlich harte Liegezonen segmentiert werden.

Es empfiehlt sich, nach dem Aufstehen die noch warme Matratze etwas hoch zu stellen, die Bettdecke möglichst weit zurück zu schlagen und mittels Stoßlüftung die im Raum vorhandene Restfeuchtigkeit ins Freie gelangen zu lassen. Möglichst keine Tagesdecken verwenden und im Winter im Schlafzimmer eine Temperatur von mindestens 10 °C einhalten, da es sonst zu dauerhafter Kondensation (Feuchtigkeitsverbleib) mit Schimmelbildung im Matratzenkern kommen kann.

Schichtlatexmatratzen bestehen aus mehreren Schichten von Latex und Schaumstoff-Elementen, die häufig mittels Klebstoffen fest miteinander verbunden sind.

Besonders für Freunde von Naturprodukten werden Latex-Schaummatratzen mit hervorragenden schlaffördernden Eigenschaften ausgestattet. Sie werden in den Härtegraden 2 und 3 geschäumt, verfügen meist über eine horizontal und vertikal verlaufende Belüftungsanordnung in Form von Kavernen (Hohlräumen), wodurch eine optimale Wärmeisolation sowie ein optimaler Feuchtigkeitstransport erreicht werden. Darüber hinaus können diese Matratzen auch antibakteriell ausgerüstet werden. Es sollte vermieden werden, diese Matratzen intensiver Sonnenbestrahlung auszusetzen.


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